Eishockey

Eis|ho|ckey ['ai̮shɔke], das; -s:
Mannschaftsspiel, das dem Hockey ähnelt, aber mit Schlittschuhen auf einer Eisfläche gespielt wird:
er spielt Eishockey; <subst.> beim Eishockeyspielen hat er den Puck an den Kopf bekommen.

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Eis|ho|ckey 〈[-hɔke:], engl. [-hɔki] n.; -s; unz.; Sp.〉 Hockey mit Schlittschuhen auf einer Eisbahn

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Eis|ho|ckey, das (Sport):
dem Hockey ähnliches, mit Schlittschuhen auf einer Eisfläche ausgetragenes Mannschaftsspiel, bei dem ein Puck (2) mit Eishockeyschlägern ins gegnerische Tor zu treiben ist.

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Eishockey
 
[-hɔki, auch -hɔke], schnelles Mannschaftsspiel zwischen zwei Parteien, ausgetragen auf Kunsteis-, gelegentlich auch auf Natureisbahnen. Während einer effektiven (»reinen«) Spielzeit von dreimal 20 Minuten (drei »Drittel«) versuchen die auf Schlittschuhen laufenden Spieler jeder Mannschaft, mit einem Eishockeyschläger (»Stock«) eine Hartgummischeibe (»Puck«; Durchmesser 7,62 cm, Höhe 2,54 cm, Gewicht 160-170 g) möglichst oft ins gegnerische Tor zu schlagen. Zu einer Mannschaft gehören maximal 22 Spieler (zwei Torhüter, 20 Feldspieler), von denen jedoch während des Spielverlaufs stets nur sechs auf der Eisfläche sein dürfen: ein Torhüter (kann gegen einen Feldspieler ausgetauscht werden), zwei Verteidiger, drei Stürmer. Die übrigen Spieler können jederzeit einzeln oder als Mannschaftsteil (erster, zweiter usw. Sturm oder Verteidigung) eingewechselt werden. Geleitet wird ein Eishockeyspiel von einem Hauptschiedsrichter und zwei Linienschiedsrichtern. Die von einer Bande umgebene Spielfläche ist in drei Zonen unterteilt. In der Mitte der Torlinien stehen die Tore von 1,83 m Breite und 1,22 m Höhe; sie sind mit Stahlstiften auf der Torlinie verankert. Vor beiden Toren befindet sich je ein Halbkreis mit einem Radius von 1,8 m. Die Spieler tragen zur Verminderung der Verletzungsgefahr gepolsterte Spezialkleidung und Helm, der Torhüter zusätzlich Brustschutz, Beinschienen und Gesichtsmaske.
 
 
Ein innerhalb des Torraumes (wenn der Spieler eher im Torraum ist als der Puck) oder mit dem Schlittschuh erzieltes Tor wird nicht anerkannt. Ein Tor ist erzielt, wenn der Puck die Torlinie in vollem Umfang überschritten hat. Als Gegenmaßnahme gegen Regelverstöße, über den zulässigen körperlichen Einsatz hinausgehendes Foulspiel und (gegebenenfalls körperverletzende) Unsportlichkeiten gibt es den Zeitausschluss eines Spielers. Der betroffene Spieler erwartet das Ende der Strafzeit auf der Strafbank, darf aber bei einem vom Gegner erzielten Tor (außer in bestimmten Fällen) seine Mannschaft wieder vervollständigen. Zeitausschlüsse sind: kleine Strafe (2 min); große Strafe (5 min); Disziplinarstrafe (10 min); Spieldauerdisziplinarstrafe (Ausschluss für den Rest des Spieles); schwere Disziplinarstrafe (Ausschluss vom Spiel und Sperre, der Spieler kann sofort ersetzt werden); Matchstrafe (Ausschluss vom Spiel und Sperre, der Spieler kann nach 5 min ersetzt werden). Eine der wichtigsten Regeln beim Eishockey ist das Abseits.
 
Wettbewerbe:
 
Die Europameisterschaften (1910-91) wurden gemeinsam mit der Weltmeisterschaft veranstaltet, wobei nur die Spiele der europäischen Mannschaften in der acht Nationalmannschaften umfassenden Weltmeisterschafts-A-Gruppe gewertet wurden. Bekannte Wettbewerbe sind u. a. der Stanley-Cup, der Spengler-Cup, der Baltica-Cup (früher: Iswestij-Turnier) und der Continental-Cup. 1996 wurde eine Europaliga gebildet.
 
Organisationen:
 
Eishockey ist in Deutschland im Deutschen Eishockeybund (DEB) innerhalb des Deutschen Eissport-Verbands (Deutscher Sportbund, Übersicht) organisiert. In Österreich besteht der Österreich. Eishockeyverband (ÖEHV; gegründet 1912, Sitz: Wien) und in der Schweiz der Schweizerische Eishockeyverband (SEHV; gegründet 1908, Sitz: Zürich). Internationaler Dachverband ist die International Ice Hockey Federation (IIHF; gegründet 1908, Sitz: Zürich).
 
 
Als das Mutterland des Eishockeys gilt Kanada. 1860 wurde in Kingston Harbour (Provinz Ontario) erstmals mit einem Puck auf dem Eis gespielt. 1879 entwickelte man die ersten Regeln. 1894 fand das erste Eishockeyspiel in Europa, 1897 das erste in Deutschland statt. - Im früheren Bundesgebiet wurde Fraueneishockey 1974 offiziell anerkannt (DDR: kein Fraueneishockey) und 1988 erstmals eine Nationalmannschaft gebildet. (Sportart, Übersicht)
 
 
J. Barnett: E. für Übungsleiter, Lehrer u. Trainer (1980);
 J. N. Berwid-Buquoy u. L. Funk: E. für jedermann. Eine Sportart zw. Vorurteilen u. Wirklichkeit (1984);
 J. Čapla: E.: Lauf- u. Stocktechnik, Körperspiel, Taktik, Ausrüstung u. Regeln (21986);
 H. Eckert: E.-Weltgesch.(41993);
 H. Eckert: E.-Lex. (1993).
 
E.-Jb. (1985 ff.);
 
E.-Almanach (1990 ff.).

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Eis|ho|ckey, das (Sport): dem Hockey ähnliches, mit Schlittschuhen auf einer Eisfläche ausgetragenes Mannschaftsspiel, bei dem eine Scheibe aus Hartgummi (Puck 2) mit Eishockeyschlägern ins gegnerische Tor zu treiben ist.

Universal-Lexikon. 2012.

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